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Ulrich Peters, Regisseur

Künstlerinfos

Ulrich Peters

Kontakt

Seit Spielzeitbeginn 2012-2013, Generalintendant am Stadttheater Münster

1955 in Stuttgart geboren. Studium der Literatur-, Theater-, und Musikwissenschaft, sowie der Betriebswirtschaft an der Universität München. Während des Studiums Regieassistenz in Stuttgart, Genf, Brüssel, Strasbourg und Freiburg. Dort 1982 mit Cavallis „L'Ormindo" und Strauss' „Ariadne auf Naxos" erste eigene Inszenierungen.

1987-1991 erster Spielleiter am Theater Bremen. Neben inszenierungen an diversen Opernhäusern Promotion über „Die Oper des 17. und frühen 18. Jahrhunderts auf der modernen Opernbühne".

1991-1997 Oberspielleiter am Pfalztheater Kaiserslautern. wo er den Musiktheater-Spielplan. 1995 und 1996 Nennung des Musiktheaters Kaiserslautern bei einer Kritikerumfrage (Opernwelt) für seine „durchdachte, überzeugende Programmdramaturgie" in der Rubrik „Opernhaus des Jahres". Daneben Gastinszenierungen in Heidelberg, Würzburg, Braunschweig, Osnabrück, Bremen, Dortmund, Halle, Magdeburg, St. Gallen und Stockholm. 1992 - 1995 zudem Lehrauftrag „Szenischer Unterricht für Opernsänger" an der Akademie für Tonkunst in Darmstadt.

Für die "Xerxes"-Inszenierung zur Eröffnung der 46. Händelfestspiele 1997 in Halle, in der Opernwelt - Kritikerumfrage 97 als „Regisseur des Jahres" ernannt. 1997 und 1999 Oberspielleiter des Musiktheaters und Leiter der „Karlsruher Händel-Festspiele" am Staatstheater Karlsruhe.

1999-2007 Intendant am Theater Augsburg. 2007-2012 Staatsintendant am Staatstheater am Gärtnerplatz in München.

Werk

Von 1982 bis 2010 hat Ulrich Peters fast hundert Inszenierungen auf deutschen und internationalen Bühnen geschaffen,

Zu seinen wichtigsten Regiearbeiten gehören eine Inszenierung von „Samson und Dalila" in Stockholm, Arbeiten wie Janaceks selten gespielte Oper „Die ausflüge des herrn Broucek", Bergs „Wozzeck", Hindemiths „Neues vonmTage" und Spolianskys „rufen Sie Herrn Plim" , ferner seine Inszenierungen zu den Mozartfesten 1991-1994 in Würzburg.

Vor allem aber fand die Auseinandersetzung mit der Barockoper immer wieder besondere Beachtung. Ein Schwerpunkt bilden seine Händel- Inszenierungen von „Ariodante","Semele", „Almira","Lucio Silla", „Serse", „Berenice", „Rodelinda" in beden dem Komponisten gewidmeten Festspielen in Halle und Karlsruhe. Händel gilt auch sein erstes projekt für 2011, „Partenope" am Staatstheater Karlsruhe. mehr

Presse

MASCHINIST HOPKINS am Theater Augsburg

...Ulrich Peters, Intendant of the Augsburg theater, who directed this Hopkins, did not yield to the temptation to emphasize its topicatity by updating the Story. Instead, he and designer Wolfgang Buchner chose to borrow inspiration from the black-and-white Expressionist films of the 1920s and '30s, such as Fritz Lang's Metropolis and Chaplin's Modern Times. Theirs was a blockbuster staging with giant machines, driving wheels, transformers and mobile robots throbbing their way through the scenes, accompanied by occasional surtitles, in the manner of silent movies - hardly subtle but nevertheless impressive.."

Opera News Juni 2005

...Mit viel Applaus und Bravo Rufen ist am Samstagabend die Oper „Maschinist Hopkins" von Max Brand am Augsburger Theater gefeiert worden. Theaterintendant Ulrich Peters setzte diese „Maschinen-Oper" von 1926 in schwarz-weiß gehaltener Ästhetik wie einen Stummfilm mit zwölf Bildern um. Auf einer Bühne mit riesigen Zahnrädern und singenden Maschinen überzeugte die Inszenierung mit eindrucksvollen Arbeiter-Massenszenen.

Süddeutsche Zeitung 7. März 2005

OCTAVIA am Staatstheater Karlsruhe

...Eine gelungene Premiere, die dank Ulrich Peters´ umsichtiger Regie nicht auf Klamauk und plumpe Gags setzte, sondern den Mix aus nicht immer ganz ernst zu nehmendem erotisch frivolem Spiel und feinsinnig psychologisierendem Tiefgang in zeitloser Gültigkeit subtil und absolut stilsicher zu einem spritzigen Feuerwerk ambitionierten Musiktheaters abmischte.

Opernglas 4 / 04

...Feind und Keiser erzählen diese Amour très fou als barockes Festgelage mit Ballett und Angelpartie, Höllenböller und Reigen unseliger Geister, Revolutions-Attitüde und Fruchtbakeitsriten auf offener Tischplatte. Also mords was los im Barock und nur folgerichtig, dass Regisseur Ulrich Peters es genau dahin auch verpflanzte: in ein barockes Irgendwo, in ein lebenslustiges Jetzt. Inszenierung und musikalische Aufbereitung ergänzten einander votrefflich...Selten so gelacht in einer Barockoper - und das nicht etwa über unfreiwillige, sondern über durchaus inszenierte und musikalisch erarbeitete Komik...

Stuttgarter Nachrichten 23.02.04

... Regisseur Ulrich Peters hat das Ganze quicklebendig auf Christian Floerens Bühne wie eine Ratsherren-Tafelrunde angerichtet, akkompagniert vom Orchester, das auf einer Empore über den Köpfen der im Saal versammelten Gesellschaft thront, ein mit Tänzen garniertes Divertissement, von dem aus man sich zum Angeln an einen Teich begibt und das gegen Schluss in einen Geisterreigen explodiert.

Opernwelt 4/04

„In Karlsruhe - wo das Werk (...) die Händel-Festspiele einläutet - ist Keisers Bilderbogen um den Willkürherrscher Nero ein Fest für die Sinne. (...) Das Feuerwerk an Gags und Parodien (...) von Regisseur Ulrich Peters, einem Barockspezialisten, (...) wird von der Musik oft noch überboten..."

Der Spiegel 9/2004

SILLA am Staatstheater Karlsruhe

"Streng schwarz-weiß stellten Christian Floeren (Bühne) und Ute Frühling (Kostüme) den "Silla" in einer Kubischen Glasvitrine aus. Eine riesige Silla-Büste, "belebt in wechselnden Lichteinfällen und Projektionen, suggeriert ebenso Angst wie Ulrich Peters´ knappe, konzentrierte, schneidend präzise Regie (...)."

FAZ 27.2.2003

FALSTAFF am Theater Augsburg

"Vorhang auf und Bühne frei! Doch hinter dem Vorhang kommt ein weiterer Vorhang zum Vorschein, und dann noch einer. Die Bühne ist die Bühne ist die Bühne - Opernbühne und zugleich Welttheater. Und die Darsteller verkörpern Darsteller - eine doppelte oder gar dreifache Illusion also. Aber gerade dass Intendant Ulrich Peters in seiner Inszenierung die Illusion so sinnfällig macht, dadurch dass er das Theater selbst zum Gegenstand des Stückes macht, kehrt er das Bühnengeschehen ins Reale, Unmittelbare. Denn wenn der Zuschauer deutlich merkt, dass ihm auf der Bühne tatsächlich nur etwas "vorgespielt" wird, fühlt er sich umso fester verankert auf dem Boden der Wirklichkeit. Auf der ersten Bühne gibt es in Augsburg nur einen Darsteller: den alten Verdi, der auf der zweiten Bühne sein eigenes Leben und Schaffen Revue passieren lässt, als sei alles nur "Theater" gewesen: nichts als eine geschickte, glückliche Inszenierung. Dabei macht er keinen Hehl aus seinen Sympathien für den Draufgänger Falstaff - für den Spitzbuben und Lebenskünstler, der Höhen, und Tiefen durchlebt, ohne je aus der "Rolle" zu fallen."

Bayerischer Rundfunk Sendung: Musik aktuell 23.9.2002 - Autorin: Ruth-Maria Eicher

BERENICE am Staatstheater Karlsruhe

"Der Regisseur Ulrich Peters pointiert die heiteren und komischen Momente der Handlung, macht den Nebenbewerber Arsace zur Karikatur des verklemmten Intellektuellen. Das fügt sich nicht schlecht in eine farbenfrohe, kurzweilige und spielfreudige Inszenierung."

FAZ 02.03.2001

DIE ZAUBERFLÖTE am Staatstheater Karlsruhe

"Ein raffiniertes Spiel der Requisiten, Kulissen und Versenkungen hielt die Bühne ständig in Bewegung und vermittelte den Eindruck barocken Märchen- und Maschinentheaters. Bei der Personenführung verfuhr Peters überaus einfallsreich und akribisch im Detail... Peters zeigte sicheres Gespür für die grenzen seiner interpretatorischen Ausflüge: Ihm ist eine ausgesprochen brillante Regiearbeit zu bescheinigen."

Die Rheinpfalz 2.12.1998

"Ulrich Peters frische und in vielen Details sehr originelle Inszenierung in den bunten Bühnenbildern von Christian Floeren und den pfiffigen Kostümen von Renate Schmitzer hat dabei allemal das Zeug, zu einem veritablen Repertoire-Renner zu werden."

Stuttgarter Zeitung 8.12.1998